Lexikon

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Abgasverlust

Der Abgasverlust einer Heizung ist das Maß für den Wärmeinhalt der über den Schornstein abgeleiteten Abgase. Je höher der Abgasverlust ist, desto schlechter ist der Wirkungsgrad und damit die Energieausnutzung Ihrer Heizung. Die daraus resultierenden CO2-Emissionen der Heizungsanlage sind dann leider auch unverhältnismäßig hoch und CO2 ist bekanntlich Hauptverursacher für den Treibhauseffekt. Aus diesem Grund ist der zulässige Abgasverlust von Heizungsanlagen gesetzlich begrenzt. Die Einhaltung der Grenzwerte wird regelmäßig von den Rauchfangkehrern durch Messungen überprüft. Die Umsetzung dieser Umwelt-Verordnung leistet damit einen wichtigen Beitrag für Ihre eigene Heizkosten-Einsparung und zum Klimaschutz.

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Biomasse (Bioenergie) ist wie Erdwärme, Wasserkraft, Meeres-, Sonnen- und Wind-Energie eine erneuerbare Energie. Als Biomasse gilt alle, organische Substanz, die durch Lebewesen entsteht und als Energiequelle genutzt werden kann. Die juristische Definition ist in der „Biomasse-Verordnung“ festgeschrieben: „ … aus Phyto- und Zoomasse resultierende Folge-und Nebenprodukte, Rückstände und Abfälle, deren Energiegehalt aus Phyto- und Zoomasse stammt.“
Biomasse ist:
• Pflanzen und –bestandteile sowie daraus hergestellte Energieträger, deren Bestandteile aus Biomasse erzeugt wurden
• Abfälle und Nebenprodukte pflanzlicher und tierischer Herkunft aus Land-, Forst-, Fischwirtschaft,
• Bioabfälle i.S.d. der Bioabfallverordnung
• aus Biomasse erzeugtes Gas sowie Folge- und Nebenprodukte
• aus Biomasse erzeugte Alkohole, deren Bestandteile, Zwischen-, Folge- und Nebenprodukte erzeugt wurden
• Altholz (Gebraucht-, Industrierestholz)
• aus Altholz erzeugtes Gas
• Pflanzenölmethylester
• Treibsel aus Gewässer-, Uferpflege und –reinhaltung
• durch anaerobe Vergärung erzeugtes Biogas
Biomasse in der Heiztechnik wird i.d.R. in Form von in nachhaltiger Forstwirtschaft nachwachsendem Holz genutzt, das fast CO2-neutral verbrennt. Festbrennstoff- oder Pelletkessel sowie Holz- und Pellet-Kaminöfen mit integriertem Heizwasser-Wärmetauscher können das gesamte Gebäude mit Heiz- und Warmwasser versorgen.

In einem bivalenten Heizsystem produzieren zwei Wärmeerzeuger die zur Raumheizung und/oder Warmwasserbereitung benötigte Wärmeenergie. Ein Beispiel ist die Kombination eines Gas-Brennwertkessels mit einer Solarthermie-Anlage. Für die Warmwasserbereitung wird dabei ein bivalenter Warmwasserspeicher eingesetzt. Darüber hinaus wird der Begriff “bivalent” auch in der Wärmepumpentechnik verwendet. Hier dient er zur Beschreibung des Parallelbetriebs einer Wärmepumpe und einem konventionell betriebenen Heizgerät.

Ausgehend von der Marktdominanz handelt es sich dabei in der Regel um Heizöl und Erdgas. Alternativen hierzu sind Flüssiggas, Festbrennstoffe, Fernwärme und elektrischer Strom.

Brennwerttechnik nutzt den Energiegehalt (Brennwert) des Brennstoffes Öl oder Gas – je nachdem, ob es sich um eine Öl- oder Gas-Brennwertanlage handelt – zu fast 100% aus. Denn ein Brennwertgerät nutzt zusätzlich die Energie aus den kondensierten Verbrennungsabgasen: Bei der temperaturveränderlichen Betriebsweise werden die Verbrennungsgase so weit abgekühlt, dass der in ihnen enthaltene Wasserdampf kondensiert. So wird ein zusätzlicher Wärmeanteil frei, der vom Brennwert-Wärmeerzeuger als permanente weitere Energiequelle genutzt wird. Brennwert-Wärmeerzeuger verbrauchen weniger fossile Brennstoffe, stoßen weniger Emissionen aus und sind damit deutlich umweltverträglicher als frühere Generationen von Öl- oder Gasheizkesseln.
Brennwertanlagen werden temperaturveränderlich zwischen Raumtemperatur und maximal 80°C sowie “modulierend”, zwischen etwa 15 und 100 Prozent Nennleistung betrieben: Sie passen sich dem aktuellen Wärmebedarf automatisch an.

Der Teillast-Wirkungsgrad (bezogen auf den Heizwert) erreicht je nach Betriebsverhältnissen bis zu ca. 98 (bezogen auf den Brennwert).
Direkt beheizter Warmwasserspeicher
Gasbefeuerte oder elektrisch beheizte Warmwasserspeicher erwärmen das Wasser direkt im Behälter. Direkt beheizte Warmwasserspeicher ermöglichen eine wirtschaftliche Warmwasserbereitung für Einsatzbereiche wie Einfamilienhäuser oder kleine Gewerbeobjekte. Heizleistung und Speicherinhalt können bei beiden Energieträgern nach dem Warmwasserbedarf gewählt werden. Der direkt beheizte Gas-Warmwasserspeicher erwärmt den Speicherinhalt durch einen integrierten Gasbrenner und ist damit vom Heizsystem unabhängig. Besonders für die dezentrale Warmwasserversorgung mit kleinen Speicherinhalten von 5 bis ca. 120 Liter werden Elektro-Warmwasserspeicher verwendet.

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle ist eine Bundesbehörde, die administrative Aufgaben des Bundes im Bereich der Wirtschaftsförderung und im Energiesektor wahrnimmt. Im Energiesektor setzt das BAFA beispielsweise die Fördermaßnahmen des Bundes zur stärkeren Nutzung erneuerbarer Energien, zur Energieeinsparung und zur Reduktion klimaschädlicher Treibhausgase um. Das BAFA ist dabei die Bewilligungsbehörde für Förderanträge. Für KWK-Anlagen ist die Anmeldung bzw. BAFA-Zulassung die Voraussetzung für die Auszahlung des KWK-Zuschlages durch den Stromnetzbetreiber.

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Warmes Wasser im direkten Durchfluss ohne Wartezeit ist das wesentliche Merkmal von Durchlauferhitzern (Durchflusswassererwärmern). Während das Trinkwasser den Durchlauferhitzer durchströmt, wird es auf die eingestellte Temperatur erwärmt. Dazu benötigen diese Warmwassergeräte hohe Wärmeleistungen, um gleichzeitig mit der Entnahme die Wärme an das kalt zufließende Trinkwasser übertragen zu können. Die pro Minute zapfbare Warmwassermenge hängt daher von der Geräteleistung ab. Durchlauferhitzer werden mit Gas oder Strom betrieben. Eingesetzt werden sie vorwiegend dort, wo hoher Warmwasserkomfort erwünscht ist, aber zentrale Warmwasserspeicher und lange Leitungswege unwirtschaftlich wären.

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Bei der Verbrennung fossiler Energieträger, vor allem Kohle, Öl und Gas, werden Schadstoffe an die Umgebung abgegeben. Dieser Ausstoß von Luftschadstoffen wird im Zusammenhang mit Umwelt- und Klimaschutz als Emission bezeichnet. Die Hauptverursacher von Emissionen sind Kraftwerke mit Energieerzeugung durch fossile Energieträger sowie Industrie, Haushalte und Verkehr. Die in Bezug auf die Menge bedeutendsten energiebedingten Emissionen sind Kohlendioxid (CO?), Schwefeldioxid (SO?), Stickstoffoxide (NOx) sowie Kohlenmonoxid (CO). Kohlendioxid (CO?) zählt ebenso wie Methan (CH?) und anderen Emissionen zu den Hauptverursachern des Treibhauseffekts. Schwefeldioxid (SO?) und Stickstoffoxiden (NOx) wird Versauerungspotenzial zugeschrieben; Kohlenmonoxid (CO) schädigt die Ozonschicht. Im Bereich der Wärmeversorgung von Gebäuden können energiebedingte Emissionen durch die Nutzung erneuerbarer Energien wie Solarthermie und Biomasse sowie durch den Einsatz energieeffizienter Heiztechnik vermindert werden. Eine weitere Möglichkeit zur Reduzierung von Schadstoffemissionen ist bei Gas-Heizgeräten die Optimierung der Verbrennungsqualität durch die Überwachung des CO-Gehalts im Abgas.

Der Energieausweis gibt Auskunft darüber, wie viel Energie ein Gebäude pro Quadratmeter im Jahr benötigt. Es gibt zwei Möglichkeiten die Energiemenge zu messen: Eine verbrauchsabhängige und eine bedarfsorientierte. Die Hinweise im Energieausweis zu den Angaben über die energetische Qualität des Gebäudes müssen zeigen, auf welcher Grundlage die Berechnungen erstellt wurden und von wem die Datenerhebung durchgeführt worden ist. Der Verbrauchsausweis gibt den Energieverbrauch auf Grundlage des Verbrauchs der vergangenen drei Jahre für Heizung und gegebenenfalls Warmwasser an. Das Ergebnis des Verbrauchsausweises ist jedoch stark vom individuellen Verhalten der Nutzer abhängig und kann deshalb deutlich schwanken. Der Bedarfsausweis ist hingegen sehr viel genauer. Er enthält Angaben zum Energiebedarf von Gebäuden, die mittels einer Analyse der Bausubstanz und der Heizungsanlage erstellt werden. Bei der energetischen Bewertung von Nichtwohngebäuden wird im Unterschied zu Wohngebäuden eine Berechnung des Nutz-, End- und Primärenergiebedarfs für Heizung, Kühlung, Lüftung, Trinkwarmwasser und Beleuchtung vorgenommen. Geregelt ist die Ermittlung des Energiebedarfs in der DIN V 18599 Teil 1-10. Der Energieausweis darf nur von eigens dafür qualifizierten Personen ausgestellt werden.

Der Begriff Energieeffizienz beschreibt einen Zustand, bei dem unter gleichen Rahmenbedingungen mit geringerem Energieeinsatz eine gleichwertige oder höhere Leistung erzielt werden kann. Insbesondere in der Gebäudetechnik wird der Begriff häufig verwendet. Verwendung findet der Begriff beispielsweise, um die Vorzüge einer Gebäudesanierung oder der Modernisierung einer Heizungsanlage zu beschreiben. Besonders energieeffizient sind Konzepte zur Wärme- und Wasserversorgung, die auch die Nutzung erneuerbarer Energien in die Gebäudetechnik mit einbeziehen.

Die Vorschriften für den Energieausweis werden geändert. Der am 6. Februar 2013 vorgelegter Entwurf zur Änderung des Energieeinsparungsgesetzes (EnEG) und zur Änderung der Energieeinsparverordnung (EnEV) wurde von der Bundesregierung beschlossen. Ab dem 1. Mai 2014 bedeutet die neue Verordnung, dass künftig spätestens bei Besichtigungen der Immobilie ein Energieausweis vorliegen muss.Weiter wesentliche Änderungen zur EnEV:

• Die Anhebung der energetischen Anforderungen an Neubauten ab dem 1. Januar 2016 um durchschnittlich 25 Prozent des zulässigen Jahres-Primärenergiebedarfs und um durchschnittlich 20 Prozent bei der Wärmedämmung der Gebäudehülle

• Keine zusätzlichen Verschärfungen der heute geltenden Anforderungen bei Modernisierungen im Gebäudebestand, da zu geringes Energieeinsparpotenzial;

• Einführung der Pflicht zur Übergabe des Energieausweises an den Käufer oder neuen Mieter

• Einführung der Pflicht zur Angabe energetischer Kennwerte in Immobilienanzeigen, insbesondere bei Verkauf und Vermietung. Auf Wunsch des Bundesrates auch Angabe der Energieeffizienzklasse (Klassen A+ bis H).

• Erweiterung der Pflicht zum Austausch alter Heizkessel (Jahrgänge älter als 1985 bzw. älter als 30 Jahre, bisher Kessel älter als 1978). Nicht betroffen sind Brennwertkessel und Niedertemperaturheizkessel, die einen besonders hohen Wirkungsgrad haben.

Was bestimmt die EnEV ?

Neben grundsätzlichen Anforderungen an neu zu errichtende Gebäude, werden auch Fristen für den Austausch veralteter Heiztechnik festgelegt. Die aktuelle Fassung der EnEV gilt seit dem 01.05.2014 und enthält eine Reihe von gegenüber EnEV 2009 verschärften Anforderungen.

Als erneuerbare Energien werden Wärme oder elektrischer Strom bezeichnet, die aus Sonnenlicht, nachwachsenden Rohstoffen oder anderen natürlichen Ressourcen gewonnen werden. Charakteristisch für diese Energien ist ihre unbegrenzte Reproduzierbarkeit. Das führt dazu, dass erneuerbare Energien zur Beheizung oder Warmwasserversorgung von Gebäuden eine besonders wirtschaftliche Variante darstellen. Gleichzeitig schonen erneuerbare Energien die endlichen Ressourcen und erhöhen die Autonomie bei der Energieversorgung. Zwar ist die Anlagentechnik zur Nutzung erneuerbarer Energie in der Anschaffung (noch) etwas teurer als konventionelle Heiztechnik, doch fördert die Bundesregierung ihren Einsatz durch das Marktanreizprogramm mit Zuschüssen und günstigen Darlehen. Außerdem ist der anteilige Einsatz erneuerbarer Energien zur Wärme- oder Stromerzeugung bei Neubauten seit dem 1. Januar 2009 gesetzlich vorgeschrieben. Zukünftig werden also in Neubauten Anlagenteile zur Nutzung erneuerbarer Energien die Regel sein.

Eine Etagenheizung ist eine Heizungsanlage, die Wärme für eine Etage oder eine Wohneinheit mit einer oder mehreren Etagen erzeugt. Häufig kommen dabei Gas-Kombithermen zum Einsatz, die sowohl das im Haushalt benötigte Warmwasser als auch das Heizwasser für den Heizkreislauf erzeugen. Eine sogenannte Umlaufwasserheizung erzeugt dagegen ausschließlich Heizwasser.

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Für die Wärmeerzeugung mit festen fossilen oder biogenen Brennstoffen wie Stückholz, Scheitholz, Holzbriketts, Braunkohle- und Steinkohlebriketts oder Koks werden Festbrennstoffkessel wie zum Beispiel die Holzheizung oder der Scheitholzkessel eingesetzt.

Fördermittel sind Zuwendungen des Staates, die vergeben werden, um bestimmte politische oder wirtschaftliche Ziele zu erreichen. Um öffentliche Fördermittel zu erhalten, müssen die festgelegten Voraussetzungen im Einzelfall erfüllt werden. Vor dem Hintergrund der Einführung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) werden unterschiedliche Maßnahmen zur Verbesserung der energetischen Qualität eines Gebäudes gefördert. So werden zum Beispiel im Rahmen des Marktanreizprogramms über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) Fördermittel vergeben.

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Sie beanspruchen wenig Platz, bieten ein ansprechendes Design, sind einfach zu bedienen und arbeiten effizient sowie leise: Gas-Wandheizgeräte benötigen keinen speziellen Heizraum und können im Keller, in der Etage, in Nischen oder im Dachbereich installiert werden. Zusätzlich kann ein indirekt beheizter Warmwasserspeicher angeschlossen werden.

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Der Heizkessel dient in einer Zentralheizungsanlage als Wärmeerzeuger und kann in verschiedenen Bauformen und Ausführungen konstruiert sein. Der eigentliche Kesselblock erwärmt das umlaufende Heizwasser durch die Brennerflamme und das hindurchströmende Abgas im Inneren des Kessels. Die am häufigsten eingesetzte Variante ist der bodenstehende Kessel mit nebenstehendem Warmwasserspeicher. Abhängig vom Brennstoff und der verwendeten Brennertechnik werden Heizkessel unterschieden in Brennwertkessel, atmosphärische Kessel oder Kessel mit Gebläsebrenner. Heizkessel werden auch häufig mit Solarwärmeanlagen kombiniert, um zusätzlich erneuerbare Energie zu nutzen.

Die Heizkurve bezeichnet den Zusammenhang zwischen der Vorlauftemperatur des Heizkreises und der Außentemperatur. Das Verhältnis von Außen- zu Vorlauftemperatur wird über die Steilheit festgelegt. Bei der Inbetriebnahme einer Heizungsanlage wird die Heizkurve auf die erforderliche Steilheit eingestellt. Bei größerem Heizwärmebedarf ist die Wärmeabgabe durch die Heizkörper entsprechend größer, sodass das Heizungswasser stärker abkühlt. Je kälter also die Außentemperatur ist, desto größer muss die Vorlauftemperatur sein. Die Spreizung ergibt sich aus der Systemauslegung. Mit zunehmender Außentemperatur wird der Unterschied zwischen Vorlauf- und Rücklauftemperatur geringer. Die Heizkurve bildet das dafür erforderliche Regelungsverhalten ab.amet, consectetur adipiscing elit. Ut elit tellus, luctus nec ullamcorper mattis, pulvinar dapibus leo.

Heizkörper haben die Aufgabe die Wärme einer Warmwasser-Zentralheizungsanlage an den Raum abzugeben und dabei ein behagliches und gesundes Raumklima herzustellen. Zu den Raumheizkörpern zählen die verschiedenen Arten der Guss- und Stahlradiatoren, Plattenheizkörper, Konvektoren sowie Sonderbauformen beispielsweise im Bad als Handtuchtrockner. Die Raumheizkörper geben ihre Wärme durch Konvektion (Wärmemitführung) und/oder Wärmestrahlung ab und sollten nach Möglichkeit unterhalb des Fensters angeordnet sein. Aus optischen Gründen sollte die Baulänge des Heizkörpers einschließlich Regelarmatur (Thermostat) der jeweiligen Fensterbreite entsprechen.

Die Sonne erwärmt über den Absorber im Kollektor, die darin zirkulierende Solarflüssigkeit. Diese wird über eine Umwälzpumpe (Kollektorpumpe) in der Solarstation zum Speicher transportiert. Die Wärmespeicherung kann über einen Kombispeicher oder über einen Pufferspeicher in Kombination mit einer Trinkwasserstation oder aber einen bivalenten Speicher mit Pufferspeicher erfolgen.

Eine Hocheffizienzpumpe ist eine besonders Strom sparende Pumpe, die in einer Heizungs- oder Solaranlage als Umwälzpumpe oder in einem Warmwasserleitungsnetz als Zirkulationspumpe eingesetzt werden kann. Während einstufige Heizungspumpen jährlich 575 kWh Strom verbrauchen, begnügen sich moderne Hocheffizienzpumpen mit sparsamen 138 kWh im Jahr. Eine Hocheffizienzpumpe reduziert den Stromverbrauch somit um bis zu 76 Prozent.

Hybridtechnologie („Misch“-Technologie) oder Hybridsysteme sind Heizanlagen, die aus mehreren werkseitig aufeinander abgestimmten Energiequellen (z. B. Gas-Wärmeerzeuger und Solaranlage) mit integrierter Optimierungsregelung bestehen. Die intelligente Regelung steuert automatisch das Zusammenspiel der unterschiedlichen Wärmeerzeuger so, dass immer so viel regenerative Energie wie möglich erzeugt und nur so viel fossile Energie wie nötig verbraucht wird. Ein Pufferspeicher speichert die Wärme aus den einzelnen Wärmeerzeugern auf Vorrat, so dass immer genügend Wärmeenergie zur Verfügung steht. Ein Hybridsystem kann als eine Baueinheit (z. B. Brennwertgerät mit integrierter Wärmepumpe) oder als getrennte Baueinheiten (z. B. ein Brennwertgerät und eine Solaranlage) angeboten werden. Ein Hybridsystem spart Energiekosten und macht unabhängiger bei der Wärmeversorgung.
Hybridsysteme können aus folgenden Komponenten bestehen:

• Öl- oder Gas-Brennwertgerät und Wärmepumpe (plus wassergeführter Kaminofen)
• Öl- oder Gas-Brennwertgerät und Solaranlage (plus wassergeführter Kaminofen)
• Öl- oder Gas-Brennwertgerät und wassergeführter Kaminofen
• Gas-Brennwert-Hybridgerät und Solaranlage
• Wärmepumpe, Kaminofen und Photovoltaiksystem zur Eigenstromerzeugung
• Gas-Brennwert-Kompaktheizzentrale, Solaranlage und Kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung
• Wärmepumpe, Solaranlage, Photovoltaiksystem und Kontrollierte Wohnraumlüftung
• Wärmepumpe, Kaminofen, Kontrollierte Wohnraumlüftung und Photovoltaiksystem

Durch einen hydraulischen Abgleich werden die Druckverhältnisse und Volumenströme in einer Heizungsanlage oder einem Warmwasser-Zirkulationssystem eingestellt. Ziel ist es, bei jedem angeschlossenen Verbraucher den gleichen Widerstand herbeizuführen und ihn mit genau der Wassermenge zu versorgen, die er benötigt. Sind die hydraulischen Verhältnisse in einem System nicht ausgeglichen, können erhebliche Nachteile hinsichtlich der gleichmäßigen Wärmeverteilung und der Geräuschentwicklung auftreten. Insgesamt führt ein fehlender oder mangelhafter hydraulischer Abgleich zu einem wesentlich höheren Verbrauch von Wärme und Strom. Bei der Förderung von Maßnahmen zur energetischen Gebäudesanierung, zum Beispiel durch eine Modernisierung der Heizungsanlage, schreibt der Staat deshalb die Durchführung eines hydraulischen Abgleichs vor. Bei Neubauten werden die hydraulischen Verhältnisse bereits in der Planung berücksichtigt und durch geeignete Maßnahmen (z. B. voreinstellbare Heizkörperventile) gewährleistet. Aber auch im Gebäudebestand kann ein hydraulischer Abgleich mit verhältnismäßig geringem Aufwand von einem Fachhandwerksunternehmen durchgeführt werden. Üblich sind zum Beispiel die Einregulierung durch einstellbare Rücklaufverschraubungen oder nachträglich montierte Strangregulierventile.

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Bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe entsteht Kohlendioxid. Es gilt als einer der Hauptverursacher für den Treibhauseffekt und ist damit ein bedeutender Faktor für die globale Klimabelastung. CO2 ist aber auch ein natürlicher Bestandteil der Luft und ein wesentlicher Stoff für das Wachstum von Pflanzen und Bäumen. Die Aufgabe des Klimaschutzes ist, die CO2-Emissionen zu verringern. Durch konsequente Energiesparmaßnahmen und die Verwendung kohlenstoffarmer Brennstoffe wie Erdgas können diese Emissionen reduziert werden. Die Energieeinsparverordnung begrenzt den zulässigen Energiebedarf für Gebäude. Einen wesentlichen Beitrag zur CO2-Reduktion kann auch der Einsatz energieeffizienter Heiztechnik wie Gas-Brennwerttechnik und erneuerbarer Energien wie Solarthermie, Wärmepumpen oder auch Kraft-Wärme-Kopplungs-Systemen leisten.

Heizung und Warmwasser in einem: Kombigeräte sind mit integrierter Warmwasserbereitung nach dem Durchlaufprinzip ausgestattet. Das ermöglicht hohen Heiz- und Warmwasserkomfort auf kleinstem Raum.

Beim Betrieb von Heizkesseln entsteht Kondenswasser, wenn der bei der Verbrennung gebildete Wasserdampf unter die Taupunkttemperatur abgekühlt wird.

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Geräte für raumluftunabhängige Betriebsweise (z. B. Gas- und Öl-Brennwertgeräte) werden mit systemzertifizierten Luft-/Abgasführungen installiert. Die flexiblen Anwendungsmöglichkeiten dieser Systeme ermöglichen verschiedene Installationen an vorhandenen Schornsteinzügen, aber auch Lösungen ohne einen Schornstein.

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Ein Membran-Ausdehnungsgefäß hat den Zweck temperaturbedingte Volumenschwankungen in Warmwasser-Heizungsanlagen, Sole- oder Solarkreisläufen auszugleichen. Ohne Ausdehnungsgefäß oder bei einem Defekt würde ständig Wasser über das Sicherheitsventil aus der Anlage entweichen. Bei Abkühlung des Heizwassers entsteht Unterdruck im System. Dabei würden die Stoffbuchsen in den Ventilen und die lösbaren Verbindungen Luft in die Leitungen ansaugen.
Das hätte zur Folge, dass häufig Wasser in den Kreislauf nachgefüllt werden müsste, wodurch die Korrosionsgefahr deutlich ansteigt. Um den sicheren und langlebigen Betrieb einer Anlage zu gewährleisten, sollte ein MAG einmal im Jahr auf Funktionsfähigkeit überprüft werden.

Moderne Wärmeerzeuger arbeiten modulierend. Dies bedeutet, dass während des Betriebs die Brennerleistung stufenlos an die tatsächlich benötigte Wärmeleistung angepasst wird. Die eingesetzte Energie wird damit sparsamer genutzt.

Zur Wärmeerzeugung wird bei monovalenter Betriebsweise nur ein Heizsystem bzw. ein Energieträger eingesetzt. Dies ist der Fall, wenn ein Wärmeerzeuger den gesamten Wärmebedarf allein decken kann und wenn keine weitere Energieart (z. B. Solar) zusätzlich eingesetzt wird. Bestimmte Heizsysteme benötigen die Unterstützung durch einen zweiten Wärmeerzeuger, um so als bivalentes System auch bei sehr kalten Außentemperaturen noch für behagliche Raumtemperaturen sorgen zu können.

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Als Nennwärmeleistung wird die von einem Heizgerät abgegebene, für das Heizsystem tatsächlich nutzbare Wärmeleistung bezeichnet. Die abgegebene Nennwärmeleistung ist gegenüber der zugeführten Leistung um die Energieverluste verringert, die durch Energieumwandlung entstanden sind. Die Nennwärmeleistung ist ein wichtiger Kennwert für die Planung der Heizungsanlage. Anhand der für das Gebäude errechneten Wärmeleistung aus der Wärmebedarfsberechnung wird die Leistung des Heizgerätes bestimmt.

Bei Niedertemperatur-Heizwertgeräten handelt es sich um mit Gas oder Öl betriebene Wärmeerzeuger, die mit niedrigeren Systemtemperaturen als Standardheizkessel sowie ohne Brennwertnutzung arbeiten. Der Wärmetauscher besteht aus Grauguss oder Stahl. Niedertemperaturkessel können mit atmosphärischen oder Gebläse-Brennern ausgerüstet sein. Die Abgasabführung erfolgt bei Niedertemperatur-Heizwertgeräten über einen Schornstein. Im Kessel und im Schornstein darf keine Kondensation des Abgases erfolgen, sodass Maßnahmen zur Vermeidung der Taupunktunterschreitung erforderlich sind.

Der Normnutzungsgrad wird nach DIN 4702 Teil 8 ermittelt und enthält u. a. Messungen bei fünf typischen Leistungsstufen, um einen Nutzungsgrad zu ermitteln, der dem realen Nutzungsverhalten eines Wärmeerzeugers entspricht.

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Moderne Pelletsheizkessel nutzen als Brennstoff Holzpellets. Dies sind Holzpresslinge aus naturbelassenem Restholz, die ohne Zusätze oder chemische Bindemittel hergestellt werden. Die Holzpellets werden dem Heizkessel aus einem Pellet-Lagerraum automatisch zugeführt. Dies erfolgt durch Raumaustragungssysteme wie Schnecken- oder Saugförderung, alternativ kann die Beschickung mit Pellets auch manuell über einen zusätzlichen Vorratsbehälter erfolgen. Beim Betrieb des Pellet-Heizkessels werden die erforderlichen Mengen an Brennstoff und Verbrennungsluft automatisch durch eine Lambdasonde reguliert. Bei der Verbrennung von Holzpellets fallen nur geringe Mengen Asche an, die zum Beispiel zur Gartendüngung verwendet werden können.

Um Trinkwasser einerseits schnell und gleichzeitig während des Durchfließens zu erwärmen, werden Plattenwärmetauscher eingesetzt. Dies sind aus Edelstahlplatten gefertigte Blocks, durch die das zu erwärmende Wasser und das Heizwasser in getrennten Kammern fließen und so eine Wärmeübertragung stattfindet. Ein Anwendungsbeispiel sind Schichtladespeicher, die das Trinkwasser über einen externen Plattenwärmetauscher erwärmen und in den oberen Speicherbereich laden.

Ein Pufferspeicher ist ein mit Wasser gefüllter Wärmespeicher. Er dient dazu, Differenzen zwischen erz